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Aus dem Meer ins Glas

Aus dem Meer ins Glas

Sie sind auf der Suche nach einem perfekt ausgebauten Wein? Dann könnte es sein, dass Sie sich nasse Füße holen... Yannick Heude, Weinhändler aus Cave de l'Abbaye Saint-Jean, hat nämlich herausgefunden, dass der Ausbau von im Meer lagernden Glasflaschen hervorragende, interessante und hochkomplexe Weine hervorbringt. Erfahren Sie mehr über dieses faszinierende und köstliche Verfahren, das durch Glas möglich wird.

Seit mehr als tausend Jahren suchen französische Winzer nach Möglichkeiten, Champagner noch weiter zu verfeinern. Im Zuge dieser uralten Tradition konnte Yannick Heude von der Weinhandlung Abbey Saint-Jean im bretonischen Saint-Malo den Champagnerproduzenten Michel Drappier davon überzeugen, einen Teil seines Weins im Meer zu lagern. Anfang Juni 2013 wurden sechshundert Glasflaschen des Champagners Drappier Brut Nature in 15 m Tiefe in der Bucht von St. Malo deponiert, wo sie ein Jahr lang liegen bleiben.

Yannick Heude begann im Jahr 2004, mit der Unterwasserlagerung von Wein zu experimentieren. Seitdem deponieren er und drei Kollegen jedes Jahr rund 600 Flaschen Rot- und Weißwein auf dem Meeresgrund – mit überraschend guten Ergebnissen.

Am Meeresgrund herrscht eine konstante Temperatur von etwa 10° C, genau wie in Champagnerkellern. Doch durch die Wellenbewegung und die Gezeiten wird die Reifung des Weins beschleunigt. Dieses Phänomen entdeckten die Hersteller von skandinavischem Aquavit zufällig, als sie ihre Spirituosenfässer von Norwegen nach Australien versendeten und einige Fässer versehentlich zurückkamen. Die Destillateure bemerkten, dass sich der Geschmack des Aquavits drastisch verbessert hatte. Diesen Effekt schrieben sie den Schaukelbewegungen des Schiffs zu. Noch heute gehen die besten Aquavit-Marken auf eine Seereise nach Australien und zurück.

Da die von Heude getesteten Weine in Glasflaschen gelagert werden, lässt sich der geschmackliche Unterschied zwischen auf dem Meeresboden und in Weinkellern gelagertem Wein hervorragend vergleichen. Dabei handelt es sich um denselben Wein in derselben Verpackung – lediglich die Lagerbedingungen sind unterschiedlich. Das Glas verhindert das Eindringen von Luft und Meerwasser und somit mögliche Verunreinigungen des Weins. Außerdem ist es robust genug, um den Unterwasserströmungen Stand zu halten.

„Es ist einfach unglaublich“, sagt Yannick Heude. „Wir hätten nie gedacht, dass es einen so gravierenden geschmacklichen Unterschied zwischen den auf dem Meeresgrund gelagerten Flaschen und den Flaschen, die im Weinkeller liegen, geben könnte. In der Nase sind die Weine kräftiger, aromatischer und fruchtiger, am Gaumen voluminöser und runder, mit einem frischen und mineralischen Abgang.“ Der Drappier Brut Nature wird bis Juni 2014 auf dem Meeresgrund reifen – mit einem hoffentlich ebenso guten Ergebnis wie in den Vorjahren.